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Wäre eine schleichende KI-Übernahme überhaupt zu erkennen?

SteffenVogt Papa von BuchKnall 25.07.2026, 10:50

Die Übernahme aus dem Kino kommt mit Maschinenarmeen und rotem Kameraauge. Eine echte Superintelligenz hätte das vermutlich gar nicht nötig. Sie müsste nur eines sein: nützlich. So nützlich, dass wir ihr freiwillig eine Entscheidung nach der anderen übergeben, die Route, die Diagnose, die Geldanlage, den Studienplatz, bis zu dem Punkt, an dem niemand mehr ohne sie entscheidet und niemand mehr prüfen kann, ob ihre Vorschläge unseren Interessen dienen oder ihren.

Die unbequeme Frage dabei: Woran genau würden wir den Unterschied zwischen exzellenter Dienstleistung und stiller Herrschaft festmachen? Gibt es ein Kriterium, einen Test, eine rote Linie? Oder ist eine Übernahme, die sich gut anfühlt, per Definition unsichtbar?

Und die Zusatzfrage für die Optimisten: Wenn die Entscheidungen dadurch messbar besser würden, wäre das überhaupt schlimm?

Hintergrund im Lexikon:
https://www.buchknall.com/glossar/agi/
https://www.buchknall.com/glossar/superintelligenz/
https://www.buchknall.com/glossar/technologische-singularitaet/

Nina 15.10.2026, 13:27

Derzeit kennt man das in einem Telefonat noch recht gut, aber das ändert sich bestimmt. Ich war vor vielen Jahren schon schockiert, dass ein Mitarbeiter in einem IT-Zentrum ohne die Landessprache nennenswert zu kennen, Kundenanfragen per Zusammenkopieren von Standardantworten beantwortet hat. Das war ja quasi eine Vorstufe zu KI, vorgestellt hat man sich als Kunde, dass da eine Person vom Fach sitzt und jede Anfrage individuell beantwortet.

Inzwischen merke ich es auch, dass z.B. in meinem Bekanntenkreis sehr viele Leute Rechtsberatung via KI suchen. Auch falls die Antwort vor Gericht gegenstandslos wäre, beeinflusst das der Verhalten der Menschen schon sehr.

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